Dok 1- Sendung "Nicht vor meinem Haus! Der Streit um Schiene, Straße, Strom."
Sendungsbeschreibung
Großprojekte wie Hochspannungsleitungen, Schnellstraßen oder Windparks sorgen regelmäßig für Konflikte. Denn während die Gesellschaft als ganzes davon profitieren soll, müssen einzelne - etwa betroffene Anrainer - den Preis dafür zahlen. Für diese Dok 1 reist der bekannte ZIB2-Moderator Martin Thür durch das Land und spricht mit Betroffenen, Projektbetreibern, Umweltschützern und der Politik. Wie geht es Menschen, die sich angesichts von Infrastrukturprojekten in ihrer direkten Nachbarschaft ohnmächtig fühlen? Wenn für eine sichere Stromversorgung neue Hochspannungsleitungen durch das Land gezogen werden müssen - gibt es Lösungen für Jene, die nicht direkt neben einer 380-kV-Trasse leben wollen? Was passiert mit LandwirtInnen, die wegen neuer Verkehrsprojekte ihre Felder aufgeben müssen? Und was wiegt schwerer: Letzte Naherholungsgebieten oder der Ausstieg aus fossiler Energie? Eine Dok 1 über die schwierigen Balanceakte bei Großprojekten.
Joachim Payr im Interview
Für den Beitrag wurde unter anderem in Munderfing mit Windkraftpionier Joachim Payr von EWS gedreht. Als Branchenkenner und Unternehmer im Bereich Erneuerbare Energien erklärt er:
"Der Windpark Munderfing wurde nicht beliebig für den Beitrag ausgewählt, er ist ein Vorzeigebeispiel für einen Standort auf einem Höhenrücken im Wald mit all seinen komplexen Anforderungen. Wer schon mal im Windpark Munderfing war weiß, dass er sich gut in die Landschaft fügt und oft und häufig als beliebtes Ausflugsziel von Sprotler:innen und Naturliebhaber:innen besucht wird. Die sechs Windenergieanlagen stehen aber auch als Aushängeschild dafür, wie Windkraft gemeinsam mit der Windpark-Standortgemeinde und der lokalen Bevölkerung erfolgreich umgesetzt und mit Mehrwert für die Bürger:innen betrieben werden kann. Der Windpark ist nämlich zum Großteil in Gemeindebesitz, was ihn nochmal ganz besonders macht."
Zur Sichtbarkeit von Windenergieanlagen führt Joachim Payr weiter aus:
"Ich kann es nur so sagen: Ein Windpark ist ein weithin sichtbares Zeichen für regional erzeugten, sauberen, heimischen Strom. Ein Symbol für einen modernen und zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort. Windenergie hilft uns, gemeinsam mit Photovoltaik und Wasserkraft, übers gesamte Jahr genügend Strom selber zu erzeugen. Und nur das macht uns unabhängig von teurem fossilen Importstrom."
