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Erneuerbare senken und stabilisieren Strompreis

18,5 Mrd. Kosteneinsparung in nur drei Monaten durch Windkraft, PV, Biomasse und Wasserkraft.

Derzeit wird sehr viel über die hohen Energiepreise diskutiert. Im heurigen dritten Quartal schossen die Strompreise in Europa aufgrund steigender Rohstoff- und CO2-Preise in die Höhe. Weil es in Europa nur geringe Kraftstoffreserven gibt und die Stromnachfrage steigt, hat Europas erneuerbare Stromerzeugung im Juli, August und September einen wesentlichen Beitrag zur Stromversorgung geleistet und dabei auch noch 18,5 Mrd. Euro an Kosten erspart. „Das sind über 6 Mrd. Euro Einsparung pro Monat“, bemerkt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft.

Das Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA) hat gerade eine aktuelle Kurzstudie zu dieser Thematik veröffentlicht. Dabei präsentieren sie eine Berechnung über die dämpfende Wirkung von erneuerbaren Energien auf den Strompreis.

„Europa täte gut daran, sich rasch von Erdgas-, Erdöl und Kohle zu verabschieden und den Ausbau der erneuerbaren Energien massiv voranzutreiben. Hier war Österreich in der Vergangenheit viel zu zögerlich und hat unnötig viel Zeit verstreichen lassen.", bemerkt Moidl: „Bei den jetzigen Energiepreisen sieht man sehr deutlich, wie wichtig es ist, die erneuerbaren Energien auch zur Stabilisierung der Strompreise zur Verfügung zu haben. Je mehr Erneuerbare, desto stabiler ist der Strompreis.“


Richtige Rahmenbedingungen sind essentiell

"Mit dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz wird sich dies in Zukunft für Österreich hoffentlich ändern. Auch auf Europäischer Ebene müssen die rechtlichen Rahmenbedingungen neu betrachtet werden.“ Derzeit befinden sich die rechtlichen Rahmenbedingungen wie die Erneuerbaren- Richtlinie und die Umweltbeihilfen-Leitlinie in Überarbeitung. „Dabei muss der Fokus viel deutlicher auf den möglichst raschen Ausbau der Erneuerbaren gelegt werden“, fordert Moidl.


Anteil der Erneuerbaren am Stromverbrauch am höchsten

In den drei vergangenen Monaten (Juli bis September) haben die Erneuerbaren in der EU mit 36,6 Prozent Anteil am Stromverbrauch mehr zur Stromproduktion beigetragen als die Fossilen (35,5 Prozent) oder die Atomkraft (28,4 Prozent). Im Vergleich zur durchschnittlichen Erzeugung der letzten fünf Jahre war die Stromerzeugung mit Erneuerbaren in den letzten drei Monaten sogar um 11 Prozent höher. In Österreich konnte in den letzten drei Monaten die Stromversorgung sogar beinahe zur Gänze (97,1 Prozent) mit erneuerbaren Energien bereitgestellt werden.

Bericht CREA, Europes gas crisis the role of clean energy
Folien der IG Windkraft, Erneuerbare senken den Strompreis
Presseaussendung der IG Windkraft, Erneuerbare senken den Strompreis