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EWS GF Joachim Payr beim Vortrag der WKO in Braunau zum Thema „Wie treffen Klimawandel & Energiekrise die Wirtschaft?“

„Zuerst einmal, wir haben keine Energiekrise, wir haben eine fossile Energiekrise und die ist hausgemacht. Ebenso wie die Klimakrise. Beide Krisen müssen wir mit der Energiewende bzw. mit einer Ressourcenwende begegnen. Es ist eigentlich ganz einfach.“, so bringt es Joachim Payr ohne Wenn und Aber auf den Punkt.

Beim Vortrag der WKO in Braunau waren Günther Mayr, ORF Wissenschafts-Leiter, Gerald Mayer, Vorstandsvorsitzender der AMAG und Joachim Payr von der EWS Consulting GmbH geladen. Alle sind sich einig, dass ein sofortiges gemeinsames Handeln zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes OÖ nötig ist.

Gerald Mayer berichtet von zahlreichen im Betrieb umgesetzten Klimaschutzmaßnahmen und vom Dekarbonisierungspfad der AMAG als energieintensiven Industriebetrieb: „Wir werden bis 2040 einen dreistelligen Millionenbetrag ausgegeben haben, ohne dass wir ein Kilo mehr produziert haben“, sagte Mayer. „Auch das muss man sich ins Bewusstsein rufen.“ Er fordert Unterstützung vonseiten der Politik.

Die Wirtschaft und die Politik müssen die Ressourcenwende wollen

„Für uns als Techniker geht es nicht mehr um das Wie, sondern um das Wann“, sagt Payr. Hinsichtlich erneuerbarer Energien ist bereits viel geschehen: „Die technologischen Entwicklungen in den vergangenen sechs Jahren waren gewaltig.“ Die Stromgestehungskosten haben sich durch Skalierung und Massenproduktion aus Windenergie und Photovoltaik extrem reduziert.

Seiner Einschätzung nach können im Bezirk Braunau bis 2030 jährlich 1,2 TWh regenerativer Strom erzeugt werden. Davon 700 Mio. kWh/a aus Windenergie, 250 Mio. kWh/a Sonnenstrom von PV-Dachanlagen und 250 Mio. KWh/a aus EWS Sonnenfeldern®, sogenannten Agri-PV-Anlagen mit Doppelnutzung zur gleichzeitigen Sonnenstrom- und Lebensmittelproduktion.

„Wir haben genügend Erneuerbare Energie - Wind- und Sonnenenergie sind unerschöpflich und Emissionsfrei! Ernten wir diese zu geringen Kosten und machen unseren Wirtschaftsstandort damit auch für die Zukunft Klima fit und unabhängig von teuren fossilen Gaslieferungen und fragwürdigen Atomstromimporten.“, fordert Joachim Payr nachdrücklich.